Bundesweit treffen sich normalerweise wöchentlich knapp 4.000 Schüler*innen in den Räumen ihrer Schule, um an der Lernförderung von Chancenwerk e.V. teilzunehmen. Da diese Unterstützungsangebote vor Ort aktuell nicht mehr stattfinden dürfen, hat das Team von Chancenwerk e.V. seit vergangenem Herbst an der Digitalisierung der Lernförderung gearbeitet. Seit Jahresbeginn steht das Angebot zur Verfügung und wird gut angenommen.

Bereits im Spätsommer 2020 war abzusehen, dass die Lernförderung von Chancenwerk e.V. für die kommenden Monate nicht dauerhaft an den Kooperationsschulen stattfinden kann. Punktuelle Quarantänemaßnahmen, kurzfristige Schulschließungen und Aussetzung des Präsenzunterrichts führten dazu, dass sich die Geschäftsleitung zur Umsetzung eines digitalen Lernangebots entschloss. Mit der Videoplattform „BigBlueButton“ wurde ein datenschutzkonformes Tool gefunden. „Auch unser bestehendes Kinderschutzkonzept wurde auf den digitalen Raum übertragen, um den Schutz der uns anvertrauten Kinder weiterhin gewährleisten zu können. Es ist uns ein Anliegen, dass sich alle Teilnehmenden auch während der digitalen Lernförderung sicher und wohl fühlen“, betont Songül Kavut, Mitglied der Geschäftsleitung und Pädagogische Leitung, die Wichtigkeit des sensiblen Umgangs miteinander. Zum Jahreswechsel gestartet, kann die digitale Lernförderung über „BigBlueButton“ seit Frühjahr flächendeckend angeboten werden. „Ein Großteil der bei uns angemeldeten Kinder und Jugendlichen nimmt schon an unserem Digitalangebot teil. Wir arbeiten daran, dass es täglich mehr werden“, freut sich der Geschäftsführende Vorsitzende Murat Vural. Familien, die nicht über die technischen Möglichkeiten für die Teilnahme am Digitalangebot verfügen, will Chancenwerk e.V. helfen: Mit einer finanziellen Förderung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, konnten Laptops mit vorinstallierter Software angeschafft werden, die diesen Familien zur Verfügung gestellt werden.

Das Lernangebot über Videokonferenzen läuft fast wie in der richtigen Lernförderung ab, jedoch sind die Gruppen etwas kleiner, sodass ein*e Lernkoordinator*in mit etwa sechs Schüler*innen zusammenarbeitet. Die Lernkoordinator*innen kennen die Kinder und Jugendlichen bereits aus der Lernförderung in der Schule. Somit treffen alle auf bekannte Gesichter, mit dem Unterschied, dass jede*r am heimischen Computer sitzt. Auch die Zeiten der digitalen Lernförderung sind gleich. Sie findet immer zu den gewohnten Lernförderzeiten an zwei Terminen in der Woche statt. Die Lernkoordinator*innen wiederholen aktuellen Schulstoff, arbeiten Lernlücken auf und vertiefen das Basiswissen der teilnehmenden Schüler*innen. Es gibt bereits sogar punktuell digitale Lernförderungen, an denen ältere Schüler*innen teilnehmen, den jüngeren Mitschüler*innen helfen und somit ermöglichen, dass die Lernkaskade digital umgesetzt wird.

Durch die digitale Lernförderung hält das Team von Chancenwerk e.V. weiterhin Kontakt zu den Schüler*innen und kann sie fortlaufend beim Lernen unterstützen. Dennoch bringt das digitale Lernen technische und praktische Herausforderungen mit sich. Die Kinder haben Schwierigkeiten, mit der Videoplattform umzugehen. Sie müssen sich an das digitale Lernen gewöhnen und das braucht Zeit. Sobald Lernförderungen in der Schule gestattet sind, werden diese wieder vor Ort durchgeführt. Das Team von Chancenwerk würde sich sehr freuen, wenn dies bald wieder möglich ist!
Selbstverständlich ist es möglich, sich auch während der Corona-Pandemie bei Chancenwerk e.V. zur digitalen Lernförderung anzumelden.


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