An der Wirkungsmessung nahmen im Frühjahr 2023 insgesamt 2357 Personen teil. Die Wirkungsmessung fand vom 06. März bis 31. März 2023 an 78 Kooperationsschulen statt. 1285 Kinder und Jugendliche, 234 Studierende, 290 Personen aus dem Kontext Schule und 548 Erziehungsberechtigte nahmen teil.

Kinder

Der schulische Erfolg ist den CHANCENschüler:innen sehr wichtig. Über 70 % glauben, dass Chancenwerk ihre Chancen verbessert, den von ihnen angestrebten Schulabschluss zu erreichen. Durch die motivierende Arbeitsatmosphäre und dem daraus resultierenden Lernerfolg, erfahren die Kinder, dass Lernen Spaß machen kann. Dadurch wird die Lernförderung ein Ort, an dem Fragen und Sachverhalte geklärt werden, ohne Angst vor Fehlern (s. Abbildung 1). 83 % geben an, dass die Studierenden von Chancenwerk sie ernst nehmen.

Abb. 1: Kinder fühlen sich in der Lernförderung wohl und ernst genommen.

Der Großteil der Kinder vertraut in ihre eigenen Fähigkeiten, sie erleben Selbstwirksamkeit. So gaben 71 % an, dass sie durch Chancenwerk gemerkt haben, Aufgaben auch alleine schaffen zu können (s. Abbildung 2). Auch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung wird bei Chancenwerk gefördert: Über 70 % der befragten Kinder unterstützen oft andere Schüler:innen, die von anderen geärgert werden.

Abb. 2: Durch Chancenwerk erfahren die Kinder Selbstwirksamkeit.

Jugendliche

Im Gegensatz zu den Kindern, bei denen überwiegend die Erziehungsberechtigten (mit-) entscheiden, dass sie zu Chancenwerk e.V. gehen, hat sich der Großteil der Jugendlichen (rund 71 %) eigenständig für Chancenwerk e.V. entschieden. Den Jugendlichen liegt ihre Bildungsbiographie sehr am Herzen. 99% gaben an, dass es ihnen schulischer Erfolg wichtig ist. Mehr als die Hälfte glaubt daran, den Bildungsaufstieg zu schaffen. 69 % streben die Allgemeine Hochschulreife oder (Fach-)Abitur an.

Trotz des bereits hohen, eigenen Selbstwirksamkeitsgefühls, hat Chancenwerk auch bei den Jugendlichen einen positiven Einfluss: 88 % gaben an, auch mit schwierigen Situationen gut klar zu kommen. Die Jugendlichen werden durch die Intensivkurse fachspezifisch und gezielt von unseren Kursleitungen unterstützt. Die Intensivkursleitungen können gut erklären (s. Abbildung 3), wissen viel über das unterrichtete Fach und können Fragen stets beantworten (Aussage von 85 % der Jugendlichen). Durch die engmaschige Betreuung der Studierenden, haben 85 % der Jugendlichen das Gefühl, dass ihnen bei Chancenwerk immer geholfen wird.

Abb. 3: Die Intensivkursleitungen sind gut geschult, um den Jugendlichen fachspezifisches Wissen zu vermitteln.

Außerdem profitieren die Jugendlichen davon, jüngeren Schüler:innen zu helfen und fühlen sich dabei von den Studierenden gut unterstützt.  Einige von ihnen haben bereits schon als Kind bei Chancenwerk teilgenommen (39 %) und/oder helfen den Kindern an ihrer Schule schon länger (43 %). Besonders mit dem Hilfe-nehmen-Hilfe-geben-Prinzip von Chancenwerk e.V. können sich die Jugendlichen identifizieren. 95 % gaben an, dass sie bei Chancenwerk helfen, weil sie die Idee gut finden (s. Abbildung 4).

Abb. 4: Die Jugendlichen identifizieren sich mit dem Hilfe-nehmen-Hilfe-geben-Prinzip von Chancenwerk e.V.

Studierende

Die Studierenden engagieren sich bei Chancenwerk, weil sie dazu beitragen möchten, dass alle Kinder die Chance auf faire Bildung erhalten (Aussage von 97 % der Befragten). Genauso viele haben das Gefühl, durch ihre Arbeit zu einer positiven Entwicklung der jüngeren Schüler:innen beitragen zu können (s. Abbildung 5). 91 % fühlen sich in ihrem Chancenwerk-Team wohl und 90 % würden Chancenwerk e.V. als Arbeitgeber weiterempfehlen. Die Mehrheit unserer Studierenden studieren auf Lehramt (64 %).

Abb. 5: Die Studierenden wollen sich gesellschaftlich einbringen und etwas zur Entwicklung der jüngeren Schüler:innen betragen.

Die Studierenden gaben an, durch ihre Arbeit auf persönlicher Ebene zu profitieren (92 %) und dass die Tätigkeit bei Chancenwerk sich gut mit ihrem Leben (Studium, Privatleben, Nebenjobs) vereinbaren lässt (86 %) (s. Abbildung 6). Mithilfe unserer eigenen Lernhefte, die wir für die Lernförderung stellen, können die Kindern ohne viele Erklärungen eigenständig arbeiten (81 %). 

Abb. 6: Die Tätigkeit bei Chancenwerk erfüllt die Studierenden und lässt sich gut in ihren Alltag integrieren.

Lehrkräfte

Die Lehrkräfte an den Kooperationsschulen pflegen einen guten Kontakt zu Chancenwerk e.V. Für 93 % sind die Zuständigkeiten bei Chancenwerk klar und sie wissen, an wen sie sich mit einem Anliegen wenden können. Falls es zu Problemen in der Umsetzung kommt, finden 96 % gemeinsam mit Chancenwerk eine sinnvolle Lösung. Mehr als dreiviertel der Befragten sehen den größten Mehrwert in der Kooperation mit Chancenwerk darin, dass das Förderangebot direkt an der Schule stattfindet.

Abb. 7: Lehrkräfte würden Chancenwerk e.V. sowohl ihren Schüler:innen als auch anderen Schulen weiterempfehlen.

87 % der Lernkräfte haben ihren Schüler:innen bereits eine Teilnahme bei Chancenwerk e.V. empfohlen, rund 93 % würden anderen Schulen eine Kooperation empfehlen (s. Abbildung 7). Auch die CHANCENhefte kommen bei unseren Lehrkräften gut an: 72 % sind der Meinung, dass die Lernhefte den Förderbedarf der Schüler:innen abdecken (s. Abbildung 8).

Abb. 8: Die CHANCENhefte unserer Redaktion kommen gut bei den Lehrkräften an.

Erziehungsberechtigte

Die Erziehungsberechtigten finden Chancenwerk e.V. zu 81 % gut und würden anderen Erziehungsberechtigten davon erzählen. Sie wurden nach ihren fünf Hauptgründen zur Anmeldung des Kindes bei Chancenwerk e.V. befragt und gaben Folgendes an:

  1. 97 %: Mein Kind soll in der Schule besser werden.
  2. 96 %: Chancenwerk gibt meinem Kind Nachhilfe.
  3. 94 %: Chancenwerk ist in der Schule. Das ist praktisch.
  4. 88 %: Chancenwerk hilft meinem Kind bei den Hausaufgaben.
  5. 76 %: Chancenwerk hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Für die Erziehungsberechtigten ist es besonders praktisch, dass ihr Kind nach Unterrichtsschluss in der Schule bleibt, um Lernförderung zu erhalten. Sie freuen sich über die Unterstützung und Hilfe beim Lernen und der Erledigung der Hausaufgaben. Da Chancenwerk e.V. das Lernförderangebot mit Hilfe zahlreicher Stiftungen und Unterstützer:innen günstig anbieten kann, schont das den Geldbeutel der Familien.

Weiterführende Förderangebote

Seit dem Frühjahr 2022 widmet sich unsere CHANCENakademie der ganzheitlichen Stärkung von Kindern und Jugendlichen sowie der pädagogischen (Weiter-)Qualifizierung von Übungsleitungen und festen Mitarbeitenden. Angeboten werden u.a. Train-The-Trainerschulungen, pädagogische Leitfäden mit Handwerkszeug für die Praxis, sowie pädagogisches Material für die Lernförderung.

Besonders viele Studierende nutzen die Chance, sich in kostenlosen Workshops der CHANCENakademie weiterzubilden. Das erlangte Wissen, können die Studierenden weiter an ihre Schüler:innen in der Lernförderung geben.

Abb. 9: Ein Auszug aus den Evaluationsergebnissen des Workshops „DaF/DaZ.

Beim Lese-und-Rechtschreib-Förderangebot LeseAdler und SchreibFüchse gaben 93 % der Kinder an, dass ihnen in der Förderung immer geholfen wird. 89 % finden, dass die Studierenden gut erklären können.

Bei der digitalen Prüfungsvorbereitung wurden Bremer Abiturient:innen auf ihren Abschluss vorbereitet. 86 % fanden, dass der Kurs dazu beigetragen hat, dass sie sich im Hinblick auf ihre Abiturprüfung sicherer fühlten (s. Abbildung 10). Für 92 % war es besonders wertvoll, dass ihnen die Kursleitung Mut gemacht hat. 84 % der Befragten gaben an, dass der Kurs dazu beigetragen hat, dass sie jetzt eher wissen, wie sie bei der Bearbeitung einer Aufgabe vorgehen müssen.

Abb. 10: Der CHANCENabschluss in Bremen hatte einen positiven Einfluss auf die Schüler:innen.

Der vollständige Evaluationsbericht zur Wirkungsmessung 2023 ist im Pressebereich unter „Evaluationen” zu finden!


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