Bereits seit 2017 fördert uns die RAG-Stiftung in Projekten, wie der Umsetzung der Lernkaskade im Saarland und im Ruhrgebiet und darüber hinaus unterstützt sie uns in unserem Vorhaben zur Entwicklung pädagogischer und fachlicher Lernmaterialien. Nun im Frühjahr 2022 folgte die Bewilligung eines Förderantrags für das Ruhrgebiet und das Saarland, um dort weitere Lernförderangebote zu ermöglichen. Unterstützung erhält Chancenwerk e.V. unter anderem von seinem Wissenschaftsbeirat.

Die Förderung der RAG-Stiftung
In den nächsten drei Jahren werden das Ruhrgebiet und Saarland, als ehemalige Bergbauregionen für die RAG-Stiftung von besonderer Bedeutung, gefördert, um in diesen beiden Regionen die Förderangebote des Bildungsvereins zu skalieren. „Um unsere Ziele zu erreichen, haben einige Umstrukturierungen bei uns stattgefunden. Zudem wächst das Team, um dieses Großprojekt gemeinsam stemmen zu können“, berichtet der geschäftsführende Vorsitzende Murat Vural. Um neue Partnerschulen für eine gemeinsame Kooperation zu überzeugen, werden Schulen nach den Sommerferien gezielt angesprochen. „Wir haben mittlerweile ein umfassendes Portfolio an Bildungsangeboten. Ich vergleiche das gerne mit einem Werkzeugkoffer, denn wir können den Schulen individuell – sowohl vor Ort als auch digital – für sie passende Lernförderangebote anbieten“, ergänzt Murat Vural. Mit Programmen wie ChancenSCHULE und dem Projekt LeseAdler und SchreibFüchse können von der Grundschule über die weiterführende Schule hinaus (Lernkaskade, ChancenCAMPUS, etc.) bis hin zur Erwachsenenbildung von Studierenden durch die ChancenAKADEMIE viele junge Menschen erreicht und (fort-) gebildet werden.

Sicherstellung des Vorhabens durch Begleitung des wissenschaftlichen Beirates

Der Wissenschaftsbeirat  von Chancenwerk e.V. berät den Verein in wissenschaftlichen Fragestellungen, wie etwa Durchführung und Auswertung von Evaluationen und Bearbeitung weiterer Studienvorhaben bereits seit 2014. Jährlich findet ein Austausch statt, indem aktuelle Projekte vorgestellt und aus wissenschaftlichem Blickwinkel betrachtet werden.
Heute fand eine Videokonferenz statt, in der vier Mitglieder des Beirates anwesend waren. Ziel dieses Treffens war die ausführliche Vorstellung des durch die RAG Stiftung ermöglichten Förderprojekts. Zu Gast war zudem Frau Heike Humpf, Bereichsleiterin Bildung, Wissenschaft Kultur bei der RAG-Stiftung, bei der Videokonferenz, die innerhalb der Sitzung über die Intensivierung der Kooperation berichtete. Der Wissenschaftsbeirat war von dem Vorhaben sehr begeistert. Innerhalb der Diskussionsbeiträge hat man sich z.B. für eine hybride Umsetzung der Förderangebote ausgesprochen, um weiterhin möglichst viele Schulkinder auf digitalem Wege und auch vor Ort in den Schulen erreichen zu können. Des Weiteren wurden Möglichkeiten zur Akquirierung von Schulen diskutiert. „Wir sind sehr dankbar über die Bereitschaft unseres Wissenschaftsbeirates, sich mit unseren Ideen auseinanderzusetzen und uns konstruktiv beratend zur Seite zu stehen“, freut sich Songül Kavut, die Mitglied der Geschäftsleitung ist.

Dieser Beirat besteht aus Prof. em. Dr. Ursula Boos-Nünning (Institut für Migrationsforschung, interkulturelle Pädagogik und Zweisprachendidaktik, Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Katja F. Cantone-Altɪntaş (Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Soziologe und Inhaber des Lehrstuhls für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück), Prof. Dr. Naika Foroutan (Direktorin des BIM, Abteilung für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik, Humboldt-Universität Berlin) und Prof. Dr. Hacɪ-Halil Uslucan (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Universität Duisburg-Essen).


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