Seit Anfang des Jahres unterstützt Chancenwerk e.V. Bremer Schüler*innen mit digitaler Lernförderung in abschlussrelevanten Fächern. Um die Wirkung der Unterstützung zu messen, wurde im Frühjahr eine Umfrage unter den Abiturient*innen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Jugendlichen sich sehr gut durch Chancenwerk e.V. unterstützt fühlen: 82 %ige Zufriedenheit!

Das Lernangebot in Bremen

Das Bremer Bildungsressort stellte im vergangenen Herbst die Anfrage nach einem Unterstützungsangebot für die Schüler*innen, die in 2021 eine Abschlussprüfung absolvieren. Daraufhin wurde ein digitales Lernförderkonzept entwickelt, welches über die Lernplattform itslearning bereitgestellt wurde. Angemeldet hatten sich seit Januar dafür rund 700 Jugendliche der weiterführenden Schulen, die das Abitur bzw. den Mittleren Bildungsabschluss anstreben. Sie wurden zunächst zusätzlich zum Unterricht, später in der Selbstlernphase, online auf die relevanten Prüfungsfächer vorbereitet. Den Teilnehmenden steht weiterhin wöchentlich ein 90-minütiger Kurs zur Verfügung, der von Mitarbeitenden von Chancenwerk e.V. durchgeführt wird. Zudem können über itslearning auch Arbeitsmaterialien geteilt, Aufgaben vergeben und Austausch über Foren geführt werden.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Zwischenevaluation fand im Frühjahr 2021 online statt und bezog sich nur auf die Abiturient*innen. Von 151 Befragten haben 147 (97,4 %) geantwortet. Aus den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse über die Qualität des digitalen Lernangebotes ziehen. „Wir haben den Teilnehmenden 18 Fragen gestellt. Die Fragen wurden zu 82 % positiv beantwortet. Das zeigt uns, dass unser Ansatz richtig ist und wir Abiturient*innen in ihrer wichtigen Phase vor den Prüfungen helfen konnten“, freut sich Songül Kavut aus der Geschäftsleitung, die die Zwischenevaluation durchgeführt hat. Dass das Angebot dankend angenommen wurde, zeigt die regelmäßige Teilnahmequote von 97 %. Zudem sind 87 % der Schüler*innen mit dem Kursangebot zufrieden.

Die Befragten nehmen regelmäßig teil und finden das Kursangebot von Chancenwerk e.V. sehr gut.

„Aus der regelmäßigen Teilnahme schließen wir“, folgert Songül Kavut „dass Qualität und Lerninhalt den Erwartungen der Teilnehmenden entsprachen und ihnen hilfreiche Prüfungsvorbereitung waren.“ Bestätigen tut das die Angabe von 90 % der Schüler*innen, dass der Kurs fachlich gut an den Schulstoff anknüpft. 70 % bestätigten, dass der Kurs den Schulstoff vertieft. Für über die Hälfte der Teilnehmenden ist zudem der Austausch mit Mitschüler*innen wichtig. Dabei werden fachliche Fragen und Methoden einer guten Lernorganisation besprochen.

Ein wichtiger Punkt beim Lernen ist, wie die lehrende Person den Schulstoff vermittelt und dabei Motivation und Freude am Lernen steigern kann. 94 % der Teilnehmenden fanden die Kursleitung fachlich kompetent, 100 % gaben sie als freundlich an. Über 70 % der Schüler*innen ließen sich durch ihre Kursleitungen, beispielsweise durch Erteilung von Wochenaufgaben, dazu motivieren, auch außerhalb des Kurses für die Abiturprüfungen zu lernen.

Die Befragten finden die Kursleitung fachlich kompetent und den Kursinhalt passend zum Schulstoff.
Verbesserungsbedarf sieht etwa ein Viertel der Beteiligten bei der technischen Umsetzung. Ruckeln in Videokonferenzen oder Echos wurden als störend empfunden. Was vorher zu ahnen war, zeigt sich seit der Corona-Pandemie deutschlandweit sehr deutlich: Die digitalen Nutzungsmöglichkeiten gerade für das Bildungswesen haben großen Optimierungsbedarf.

Am Ende der Umfrage hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, eine offene Aussage zum Angebot zu formulieren. Besonders erfreulich sind zahlreiche Danksagungen zur Unterstützung und Lob für die Gestaltung der Lernangebote. „In keiner Evaluation konnten wir bislang so eine hohe Zufriedenheit nachweisen“, berichtet der geschäftsführende Vorsitzende Murat Vural stolz.

Das Bremer Bildungsressort ist ebenfalls sehr zufrieden mit der Umsetzung des digitalen Lernförderangebotes von Chancenwerk e.V., weswegen eine Verlängerung des Projektes bis ins Jahr 2022 denkbar ist.


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